Elisabeth van Nguyen geht neue Wege

Mon, 21 Mar 2022 21:01:11 +0000 von Elke Spinneker

Ende 1997 kam mit De van Nguyen ein neuer Pastor in unsere Kirchengemeinde, seine Frau Elisabeth stieg in die Gemeindearbeit ein und so kam schnell Eins zum Anderen. Nie war sie typische „Pfarrersfrau“, sondern wollte Gemeinde gemeinsam mit ihrem Mann und der Familie gestalten. Von der Gitarrengruppe für Kinder, über Familienfreizeiten und Silvesterfeiern, Krabbelgruppen, Chöre und Kindergottesdienst, Kirchenvorstand und Ausschüsse, von der Lektorin zur Prädikantin: Elisabeth ist in vielen Bereichen unserer Gemeinde sehr aktiv. Ein großes soziales Netz hat sich dank ihres Engagements gebildet. Nun möchte sie neue Wege gehen und sich zur Pfarrverwalterin ausbilden lassen. 

Im Interview mit der Domino-Redaktion sagt Elisabeth van Nguyen: „Ich trug den Gedanken im Hinterkopf: Was geht noch?" Ich mache fast alles im Ehrenamt und nun bietet sich mir die Möglichkeit, eine neue Herausforderung anzunehmen. Amélie zu Dohna und Roland Arndt gaben den Anstoß zu dieser Idee und ich habe mich gefragt „Kann ich das?“ Die Rückmeldungen aus meiner Familie, aus dem Freundes- und Wirkungskreis waren einhellig: „Ja, das ist das Richtige für dich!“ Es war eine Entscheidung, die mich einigen Mut gekostet hat, aber ich vertraue darauf, dass Gott uns immer gerade so viel Kraft gibt, wie wir für eine Aufgabe brauchen. Nun also lege ich los und starte noch einmal eine neue Ausbildung. Ich hatte nach meinem ersten Studium noch kurz mit Theologie begonnenund bin später mit geringem Umfang in den Schuldienst gegangen. 
In den kommenden etwa anderthalb Jahren werde ich, ähnlich wie im Vikariat, in der Praxis und im Selbststudium, in Kursen und mit Coaching in einer Gemeinde arbeiten. Fünf Menschen in unserer Landeskirche werden ab Juni zu Pfarrverwalter*innen ausgebildet, ich freue mich sehr, einer davon zu sein. Meine erste, eigene Pfarrstelle werde ich dann in 2023 übernehmen und wir als Familie sind gespannt, wohin es mich und meinen Mann verschlägt. Unsere Rollen sind dann umgekehrt! Natürlich gehe ich auch mit einem weinenden Auge hier aus der Gemeinde fort.

Am 29. Mai um 17 Uhr werden wir Elisabeth in einem Abendgottesdienst verabschieden. 
Wir wünschen ihr einen guten Start und beglückwünschen die Gemeinde, in der Elisabeth nun tätig wird. Wir werden sie sehr vermissen!