Spirituelles

Die Erde ist voll der Güte des Herrn.
Psalm 33,5

Neun Kirchen – ein Rundweg

Gab es wirklich neun Kirchen in Bardowick?
Die Frage wird oft gestellt.
Wenig ist von den meisten übriggeblieben.
Ein Rundweg führt uns zu den Orten, wo sie stehen und standen.
Am Freitag,  29.4.2022 
Um 17.30 Uhr
Beginn am Dom 
Nach ca. 2 Stunden
Rückkehr zum Dom
Wir lernen etwas über die Geschichte der Kirchen und bedenken die geistliche Bedeutung, haben Zeit zur Besinnung und zum Austausch unterwegs.
Bequeme Schuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.
 
Leitung: 
Ursula Schwanitz-Roth, Historikerin
Amélie zu Dohna, Pastorin

Die Magie des Südens

In ihrem Buch zeigt Silvia Johannsen, wie kostbar das Leben besonders dann ist, wenn wir den Menschen, denen wir zufällig begegnen, wirklich Beachtung schenken. Überraschende Momente blitzen darin auf wie Magie! Das Licht des Südens scheint diese sonderbaren Momente zu begünstigen. Wie anders ist es zu erklären, dass "Fremde" einem manchmal so seltsam vertraut erscheinen... wie Aimery in Südfrankreich. Immer wieder tauchen auch Erinnerung aus der Kindheit auf: der vertraute Klang einer fremden Sprache, Fischgeruch in der Brise, um nur einige zu nennen. All das ergibt ein Netz aus Erlebnissen, die in die Gegenwart hineinwirken. Die Autorin liest aus ihren Kurzgeschichten und Gedichten. Viele Menschen haben sicher Ähnliches erlebt. Darüber kommen wir miteinander ins Gespräch.
Während der Kirchlichen Nachmittage am 4. Mai in Radbruch und am 18. Mai in Bardowick.  

Taizé-Gebete

In Bardowick:
St. Marianus I, am 1. April und am 6. Mai, jeweils um 19 Uhr

In Lüneburg:
St. Stephanus, am 3. Juni um 19 Uhr

Domschweigen

Auch der Dom zu Bardowick ist umbaute Stille. In ihr überlassen wir uns schweigend der Gegenwart unseres Gottes. Wir sitzen im Halbkreis vor dem Altar, beginnen mit einer kleinen Körperübung und gehen dann ins Schweigen. Der Klang einer Schale markiert den Wechsel von Sitzen und Schreiten. Im Schreiten um ein Kerzenkarree im Chorraum wie im Sitzen öffnen wir uns für die Stille. Wir erleben unsere atmenden Körper, den lebendigen Geist und unsere suchende Seele in konzentrierender Bewegung. An jedem Abend begleitet uns dabei ein kurzes Impulswort oder Musikstück durch die Stille.

Schale
„Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt ohne eigenen Schaden weiter.

 Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. 
Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Du tue das gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen.

 Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. 
Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut?

Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.“                                                                 Bernhard von Clairvaux (1090-1153)


 Das Domschweigen findet einmal im Monat an einem Donnerstagabend von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr mit P.H.-M.Kätsch statt. 

Pilgern per Rad

Auch wenn wir gute Tagesetappen von rund 75 km fahren, erleben wir keine Radtour, sondern wir pilgern per Rad. Dreimal am Tag steigen wir bewusst aus allen "Hamsterrädern" und vom Sattel und "drehen nicht am Rad", sondern wenden uns zur Mitte hin, zur Nabe des Lebens. Wir schweigen und hören, singen und beten. Auf unseren Etappen fahren wir immer wieder schweigend, jede und jeder für sich in der Bewegung. Letztes Jahr fuhren wir im Wendland und dieses Jahr auch, weil es so schön, so ruhig und so inspirierend eintönig ist. Wie gesagt, wir sind nicht auf "sightseeing", sondern wir pilgern per Rad. Interessierte melden sich bitte bei P. H.-M.Kätsch.
"Das Wagenrad zeigt, dass die Nabe das Zentrum aller Kraft und Bewegung ist, selbst wenn das Rad sich manchmal nicht mehr fortzubewegen scheint. In Gott sind alle Aktionen und alles Ruhen eins. So auch das Beten.

Solch ein Wagenrad regt mich an, die Bedeutung des Lebens von der Mitte her zu verstehen. Fahre ich mit der Hand um den Radkranz herum, erreiche ich eine Speiche nach der anderen, doch bleibe ich an der Nabe, bin ich mit allen Speichen auf einmal verbunden. Beten heißt, sich zur Mitte allen Lebens und aller Liebe zu beween. Je näher ich an die Nabe des Lebens komme, desto enger wird meine Beziehung zu all dem, dessen Kraft und Stärke von hier ausgeht. 

Ich neige dazu, mich den vielen Speichen des Lebens eilig zuzuwenden und mich von ihnen in Beschlag nehmen zu lassen, so, dass ich zwar eifrig bin, aber nicht wirklich Leben spende, in alle Richtungen strebe, doch nicht zur Mitte. Richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Mittelpunkt, auf das Herz des Lebens, bin ich mit seiner reichen Vielfalt verbunden." 
                                                                                                                                                                                                                                     Henri Nouwen